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Pressestimmen | 01 Jan 9999
Das erste Streichtrio seit langem, das eine große Karriere vor sich hat. The New York Times, 1999
Angriffslustige Feuerköpfe! … Egal, wie schwer, wie lang, wie schnell - sie spielen alles auswendig … die drei Musiker machen sich die Werke wirklich zu Eigen, verleiben sie sich regelrecht ein … In jedem Moment machen sie deutlich, warum sie das Stück, das sie gerade spielen, so aufregend finden … Berliner Morgenpost, 2003
Das Jacques Thibaud Trio Berlin, eine aufstrebende Besonderheit in den vielen besonderen Kammermusik-Gruppierungen der Zeit! ... schon vor der Pause die ersten Bravo-Rufe … Weser Kurier, 2003
Die jungen Herren des Jacques Thibaud Trios griffen energisch zu bei Beethovens kühnem, unvergnügtem c-Moll-Trio op.9 Nr. 3, um sodann mit Schönbergs Opus 45 eine interpretatorische Meisterleistung abzuliefern. Berliner Morgenpost 2002
Die Kraft der drei Herzen: Das Jacques Thibaud Trio macht vor, wie man von Kammermusik leben kann – und dabei sogar noch Spaß hat … Der Tagesspiegel, 2002
… die Werke bewahren unter den Bögen und Fingern der Thibauds die Frische einer just im Augenblick entstehenden, genialen Improvisation taz, 2003
… ein Abend exquisiter Kammermusik … ausdruckstief heben sich immer wieder Einzelstimmen von vokaler Sinnlichkeit ab … das Schlussallegro jubeln sich die drei Musiker so anmutig und liedhaft zu, dass diese Mozartbeglückung überspringt aufs Auditorium … Wiesbadener Tageblatt, 2001
… Musizieren mit mehr Charme, Energie und Individualität als beim Jacques Thibaud Trio kann man sich wohl nicht wünschen. Unerwartet jedoch waren die starke Persönlichkeit und die sicheren musikalischen Instinkte der drei jungen deutschen Musiker. The Dallas Morning News, 2002
… das konsequent auswendig spielende Ensemble hat einen derart berückenden Zugriff, dass man den Werken gebannt lauscht. Keine Akzentuierung, keine Steigerung, die nicht ausgereizt würde. Und doch steht alles im Zusammenhang. Fast meint man, im Klang der Drei einen Hauch Patina zu vernehmen, einen Gruß vergangener Zeiten, der aus den herrlich ausgesungenen langsamen Sätzen herüberweht. Crescendo, 2004
Spritziger Beethoven, klangschön und intensiv, geschlossen und brillant. Die Welt, 1999
Es faszinierten … Virtuosität und Ausdrucksfähigkeit, die auch in schleunigen Tempi gewährte Exaktheit, das Temperament, ihre Geistesgegenwart im Gestalten von Stimmungsumschwüngen und eine knackige Klanglichkeit. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2001
Das Jacques Thibaud Trio hat sich etabliert als ein Ensemble in der noblen Tradition des berühmten Pasquier-Trios und des Capet- und Calvet-Quartetts: ihre glänzenden Interpretationen von Beethovens feurigem c-Moll-Trio op.9/3, das unerwartet versonnene und unterhaltsame Trio in a-Moll op.77b von Reger und das sublime Divertimento in Es-Dur KV 563 von Mozart erblühten mit Virtuosität gepaart mit Kühnheit, Wärme und Menschlichkeit - in jedem Moment das Herz berührend, die geistige Essenz der Musik. Ich verließ den Saal in verklärter Stimmung. Strad, 1998
… Sentimentalität und Pathos gleichermaßen glaubhaft auszudrücken, das will in dieser Finesse erst gekonnt sein. Chapeau! … Jung sind sie alle drei, doch erstaunlich ist die Reife ihrer Interpretation … Schwerelose Schönheit … Badische Zeitung, 2001
… musikalisch bemerkenswert und machte auch noch Spaß … Weser Report, 2003
… sie trafen exakt den grotesken, frechen Witz der beiden „vivo“-Sätze. … Beethovens gewichtiges Streichtrio c-Moll op.9 Nr.3 wurde gesten- und kontrastreich auf hohem Niveau interpretiert. Das verinnerlichte Adagio con espressione in geschliffenem Schönklang war ein Höhepunkt. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2003
Der Namensgeber Jacques Thibaud scheint nicht zufällig gewählt worden zu sein, denn das duftige und leichte Klangbild sorgt für Durchsichtigkeit und eine frische, lebendige Artikulation. Weser Kurier, 2003
Ihr Spiel hatte Autorität und Feuer...Sie sind sehr individuelle Künstler und Virtuosen. Ihre musikalische und technische Ausführung zeigt außerordentlichen Sachverstand. Das Beethoven-Trio war ungemein bestimmt und drängend. Der normalerweise zugeknöpfte Max Reger schrieb ein sehr persönliches Streichtrio - melancholisch und gelegentlich rustikal. Mozarts kaleidoskopisches Divertimento zeigte stolz alle seine Facetten. Das Konzert wurde ein Triumph. Los Angeles Times, 1998
Virtuosität gepaart mit Kühnheit, Wärme und Menschlichkeit - in jedem Moment das Herz berührend, die geistige Essenz der Musik. Strad, 2000
Aufregendes Konzerterlebnis. Transparenz und dynamische Geistigkeit … mit Leidenschaft und Tiefe, klare Interpretationen, starke, nie aufgesetzt wirkende Dynamikkontraste … größter Schattierungsreichtum, sprühende, strahlende Klangfarben … inspirierte Frische und Leichtigkeit Westdeutsche Zeitung, 1997
Dem Jacques Thibaud Trio Berlin eine große Zukunft vorauszusagen, fällt nicht schwer. Schon Mozart und Schubert haben sie hinreißend schön musiziert, als kleine Sensation aber darf ihre Wiedergabe von Schönbergs op. 45 gelten. Emotionalität, Sinn für den Farbenreichtum des Werkes und eine klare analytische Gliederung – alles kam überlegen zur Geltung. Neue Ruhr Zeitung, 1997
Das Thibaud Trio zeigte erlesenen Klang. Frankfurter Neue Presse, 2004
Kammermusik allerfeinster Sorte, in bester Qualität und mit hohem Anspruch … das Thibaud-Trio stellte seine Qualitäten, die bereits mehrfach durch Preise gewürdigt wurden, hier in hohem Maße unter Beweis. Rheinische Post, 1998
Ihr Spiel besitzt eine große Natürlichkeit. Man entzieht sich dem schwerlich, auch nicht dieser Mixtur aus Leichtigkeit und Zugriff, diesem Spaß (beim Musizieren) Kölnische Rundschau, 2003
Die freudige Hingabe des Jacques Thibaud Trios machte das professionelle Debüt des Ensembles zu einem großen Vergnügen The Houston Chronicle, 2002


FonoForum | 01 Aug 2004display original review
Beethoven called his cycle of string trios op. 9 “the best of his works” in a letter to their dedicatee Count von Browne. Thus the three trios belong to the genre’s central repertoire and form a litmus test for every string trio formation. The Jacques-Thibaud-Trio Berlin, in existence since 1994, dedicates itself to Beethoven’s op. 9 with great seriousness and interpretive care. The listener realizes in every bar that the string trios are not merely precursors or studies for the later string quartets but masterpieces in their own right. The ensemble’s richly contoured and contrasted playing corresponds to the analytic and clearly drawn recorded sound. (Norbert Hornig)

Süddeutsche Zeitung | 03 Jul 2004
Geschmeidig im Klang - Das Jacques Thibaud Trio im Nymphenburger Hubertussaal
Streichtrios bekommt man nur selten zu hören. Grund ist wohl der Mangel an geeigneten Interpreten, nicht das Fehlen eines lohnenden Repertoires - es gibt für diese Besetzung hochrangige, äußerst konzentrierte Werke, wie das fabelhafte Jacques-Thibaud-Trio Berlin im Hubertussaal zeigte. Burkhard Maiß (Violine), Philip Douvier (Bratsche) und Markus Nyikos (Cello) sind herausragende, perfekt aufeinander eingespielte Kammermusiker. Zupackend und kraftvoll, mit markanter Artikulation und einem schlanken, geschmeidigen Klang, fesseln sie durch eine Intensität des Spiels, die man nur bei wenigen Ensembles findet. Ihrem unbedingten Ausdruckswillen kamen die ausgewählten Werke ideal entgegen: Beethovens c-moll-Streichtrio op.9/3 ist eine dichte, dramatische Musik von fast sinfonischem Anspruch, die das Thibaud-Trio trotz aller Leidenschaft mit subtiler Detailgestaltung darbot. Noch kompromissloser ist Schönbergs von innerer Zerrissenheit kündendes Streichtrio op.45, dessen große Expressivität die Musiker mit bezwingender Ernsthaftigkeit entfalteten. In gemäßigteren Bereichen bewegt sich Mozarts spätes Es-Dur-Streichtrio KV 563, bei dem sie genau die richtige klangliche Balance für das zwischen eingängiger Unterhaltung und anspruchsvoller Kammermusik angesiedelte Werk fanden. Der starke Beifall wurde mit einer Beethoven-Zugabe belohnt. Sebastian Werr © Süddeutsche Zeitung 2004

Südkurier | 08 Jun 2004
Mit mächtigen Klangausbrüchen - Jacques Thibaud Trio konzertierte auf Schloss Achberg
Dass die "New York Times" dem Jacques Trio Berlin, das seit zehn Jahren besteht und den französischen Geiger Thibaud zum Namenspatron hat, eine große internationale Karriere prognostizierte, ließ sich in dem Konzert auf Schloss Achberg absolut nachvollziehen: Ein von großer Spielfreude und makellosem Zusammenwirken geprägtes Ensemble mit Burkhard Maiß, Violine; Philip Douvier, Viola, und Markus Nyikos, Violoncello, machten die drei einzigartigen Werke von Mozart, Beethoven und Schönberg zu einem großen Hörgenuss. Das Außergewöhnliche des Konzertes im Rittersaal spiegelte sich auch in den drei Werken selbst, die alle etwas von Grenzüberschreitung haben, angefangen bei Beethovens Streichtrio in c-Moll, op.9 Nr.3, in dem die drei Berliner Musiker den dramatischen, zuweilen sogar sinfonischen Geist in einem äußerst leidenschaftlichen wie hervorragend abgestimmten Zusammenspiel lebendig werden ließen. Schon im Unisono klang das Thema ungewöhnlich in der höchst differenzierten Artikulation, gesteigert noch in den folgenden kraftvollen Entladungen und mächtigen Klangausbrüchen im Allegro con spirito bei vorausahnend düsterem c-Moll. Zu verinnerlichtem Schwerpunkt geriet das Adagio in klangvollem Ton der hell und bestimmt geführten Violine, dem warmen Part der Bratsche und einer wunderbar sonoren Grundierung durch das Cello. Zupackend und voller Dynamik waren die beiden schnellen Sätze angegangen. Für das mehr auf Beethoven und Mozart eingestellte Publikum forderte das einsätzige Streichtrio op.45 von Arnold Schönberg die Umstellung von Hörgewohnheiten. Das Werk, aus einer Herzkrankheit und damit persönlichen Befindlichkeit mit ungewöhnlich expressiven Klängen ausgestattet, war mit großer Leidenschaft und souveränem Zusammenwirken der oft extremen Stimmen und außergewöhnlichen Tongestaltung ausmusiziert worden. Nach den scharfen Dissonanzen führte Mozarts einziges Streichtrio als Divertimento in Es-Dur, KV 563 wieder in ausgewogenere Klangwelt. Hier fanden die Musiker eine gute Balance zwischen "galantem" unterhaltendem Divertimento und ernsthafter Kammermusik: Fein ziseliert die lockeren Figurationen, klar die kontrapunktische Fraktur wie auch schlicht eingängig das Andante und die temperamentvoll aufgespielten beiden Menuette. - Begeisterter Beifall und noch eine witzige Beethoven-Zugabe. Franz Josef Lay © Südkurier

Schwäbische Zeitung | 07 Jun 2004
Exklusive Klänge in exklusivem Rahmen
Vergangenen Samstag gastierte das Jacques Thibaud Trio Berlin auf Schloss Achberg und bot Kammermusik in höchster Qualität von der Klassik bis zur Moderne. Ein seltenes Programm von sehr hohem Niveau – für die Künstler wie auch für die Zuhörer – stellte Beethovens drittes Streichtrio in c-moll aus op. 9, Schönbergs Streichtrio op. 45 und das Divertimento Es-Dur KV 563 von Mozart dar. Allen Werken gemeinsam war der kompositorische Grundgedanke, bisher geltende Formen zu verlassen. Die klassische Kammermusik vom unterhaltsamen Charakter sollte nicht mehr als begleitende Salonmusik gelten, sondern nunmehr hohem musikalischen Anspruch genügen. Mit äußerst großer Leidenschaft, die das gesamte Programm über anhielt, und dennoch sehr routiniert wurde das Beethovensche Trio vorgetragen. Der Kopfsatz wurde von den Künstlern mit einer sehr expressiven Dynamik ausgestattet, ohne jedoch übertrieben zu wirken. Ein ausgezeichnetes Adagio in ausnahmslos schöner Homogenität war gefolgt von einem Scherzo, dessen synkopische Ornamentik sehr spritzig und frisch interpretiert wurde. Das Finale mit seinen feurigen con-brio-Passagen wurde mit entsprechend viel Temperament gespielt und endete in einem graziösen Pianissimo. Kluge Interpretation Als Schönberg 1946 sein Streichtrio op. 45 komponierte, befand er sich in sehr schlechter Verfassung. Dies wurde von den Musikern in exzellenter Weise transportiert, sodass auch der Schönberg-unerfahrene Zuhörer der Aussage und Stimmung des Stückes folgen konnte. Dies gelang nicht nur durch eine sehr detaillierte Vortragsweise, sondern auch durch eine kluge Gesamtinterpretation des Werkes. Qualitative Vollkommenheit Das Es-Dur-Trio, von Mozart selbst als Divertimento überschrieben, ertönte in fast umfassender Perfektion. Die geringfügigen Unzulänglichkeiten der Violine und Viola im polyphonen ersten Satz minderten die qualitative Vollkommenheit nicht im Geringsten. Das Adagio erklang in makelloser Einheitlichkeit und die dem Divertimento gerecht werdenden folgenden Sätze erfuhren eine federnde Leichtigkeit in der Vortragsweise. Nicht zuletzt durch die gelungene kurze Einführung und die sehr informativen Programmnotizen ein hervorragendes Konzert, das man sich nicht schöner in diesen Räumlichkeiten hätte vorstellen können. Niko Rossberg © Schwäbische Zeitung

Coburger Tageblatt | 02 Jun 2004
Mit packender Intensität Schubert, Schönberg und Mozart - diesen spannungsvollen Dreiklang präsentierte das Berliner Jacques Thibaud Trio beim "Konzertfrühling auf Schloss Callenberg". Das Konzert in der Schlosskirche, das gemeinsam mit dem Kulturbüro der Stadt Coburg sowie der Veranstaltungsgemeinschaft "Musiksommer Obermain" organisiert wurde, ermöglichte dabei nicht nur die Begegnung mit einer durchaus ungewöhnlichen Programmfolge, sondern vor allem auch mit einem interessanten Kammermusikensemble, das reichlich Vorschusslorbeeren im Gepäck führte, die schließlich durch ein bemerkenswert eindringliches Konzerterlebnis vor zahlreichen Zuhörern bestätigt wurden. Denn nach einer kurzfristigen Umbesetzung - Markus Nyikos ersetzt jetzt den langjährigen Cellisten Uwe Hirth-Schmidt (Cello) - hat das 1994 gegründete Trio jüngst bereits in dieser neuen Formation eine USA-Tournee absolviert. Mit einer Reihe von Preisen bedacht, zählt das Trio, das an der Hochschule der Künste in Berlin sowie an der Folkwang-Hochschule Essen ausgebildet wurde, zu den wenigen festen Ensembles, die in dieser Besetzung konzertieren. Eröffnet wurde die Vortragsfolge auf Schloss Callenberg mit Schuberts fragmentarisch hinterlassenem B-Dur-Streichtrio, bei dem das Thibaud-Trio bereits seine klanglichen Qualitäten zur Geltung bringen konnte. Stilistisch orientiert sich Schubert in diesem Werk in weiten Teilen noch an Mozart. Im schroffen Kontrast dazu folgte dann das Streichtrio op. 45 von Arnold Schönbergs - ein Werk, in dem sich durchaus autobiographische Elemente finden lassen, entstand es 1946 doch in einer Zeit, in der Schönberg schwer erkrankt war. Es kann fraglos als Beleg dafür dienen, dass sich bei Schönberg gestrenge Zwölf-Ton-Technik und spannungsvolle Expressivität keineswegs ausschließen müssen. Dem Jacques Thibaud Trio jedenfalls gelang eine Interpretation, die Strenge und Ausdrucksintensität in spannungsvoller Balance hielt. Homogenes Zusammenspiel Auch bei diesem Werk war die bemerkenswerte Homogenität des Zusammenspiels und des Gesamtklanges hörbar, der gleichwohl die Individualität der Einzelstimmen nicht unterdrücken will. Den gewichtigen Abschluss dieses Kammerkonzertes bildete das höchst anspruchsvolle, in seinen inneren wie äußeren Dimensionen in jeder Hinsicht bemerkenswerte Es-Dur-Divertimento von Wolfgang Amadeus Mozart, das in seiner kompositorischen Dichte wie seiner Ausdrucksintensität eine besondere interpretatorische Herausforderung darstellt. Dem Jacques Thibaud Trio gelang auf Schloss Callenberg eine Deutung, die sich durch klassisches Formgefühl und lebendig atmende Kunst der Phrasierung auszeichnete. Getragen wurde diese Wiedergabe durch eine scheinbar mühelos selbstverständliche Souveränität des Zusammenspiels, mit der Burkhard Maiß (Violine), Philip Douvier (Viola) und Markus Nyikos (Violoncello) ihre Zuhörer begeisterten. Als Zugabe erklang schließlich noch der Menuett-Satz aus Beethovens D-Dur-Serenade. © Coburger Tageblatt

Neue Presse Coburg | 01 Jun 2004
Perfektionisten im Trio-Spiel Der gemeinsame Einsatz vom Kulturbüro der Stadt Coburg, der Sammlung Herzoglicher Kunstbesitz Schloss Callenberg und dem Musiksommer Obermain führte auch zum gemeinsamen Erfolg: einer gänzlich gefüllten Schlosskapelle beim sonntäglichen Konzertfrühling auf Schloss Callenberg. Mit Sicherheit hat auch das Jaques Thibaud Trio Berlin zu solch einem Publikumsinteresse beigetragen, denn dieses Streichtrio gehört mit zu den international besten Ensembles dieser Gattung und ist seit seiner Gründung vor zehn Jahren auf allen großen Podien der Welt zu Hause. Burkhard Maiss (Violine), Philip Douvier (Viola) und der Cellist Markus Nyikos perfektionieren die Kunst des Trio-Spiels in einer Weise, die von den kammermusikalischen Werkgrundlagen ausgehend das Musizieren bis in orchestrale Wirkungen führt. Diesen Eindruck hatte man in Ansätzen bereits beim Streichtrio B-Dur (D 471) von Franz Schubert, dessen Allegro von einigen harmonischen Wendungen abgesehen ganz in den Fußspuren Mozarts wandelt. Feinste Akzente Das Zusammenspiel der drei Instrumentalisten wirkte vom ersten Takt an, vom unkomplizierten Thema bis hin zu dessen dreistimmiger Durchdringung unbestritten perfekt. Da spürte man Note für Note dynamische Feinabstimmung, regelrechte Registerwahl der einzelnen Stimmen und untrügliches gestalterisches Gespür für feinste Akzente und Nuancen. Ein Fragment von nur 39 Takten blieb das folgende Andante sotenuto, bei dem das Cello mit mächtiger Fülle den Oberstimmen ein breites Fundament legte. In diesem Satz klang die oben genannte orchestrale Wirkung an, die den Kirchenraum an exponierten Stellen fast zu sprengen schien. Nach Schuberts Wohlklang mutete Arnold Schönbergs Streichtrio op. 45 wie ein Sprung ins kalte Wasser an, denn es brachte dem Auditorium nicht nur die Dodekaphonie (Zwölftonmusik), sondern auch im raschesten Wechsel extreme Tonlagen und krasse Effektwechsel in kontrastierenden Spielweisen vom kraftvollen Strich mit Saitenauflage bis hin zum überfallartigen gemeinsamen Flageolett und diversen Glissandi. Die in einem Satz zusammengefassten zwei Episoden mit Coda sind kein Werk, das man genüsslich als konzertante Erinnerung mit nach Hause trägt, sondern eine Komposition, die sich nur im konzentrierten Hören des Moments als sinnliche Erfahrung offenbart. Auch wenn Schönberg sich bei der Schöpfung dieses Trios auf seinen Krankheitszustand beruft, muss dieser nicht unbedingt zur Imagination des Klangs herangezogen werden, sondern die Absolutheit dieser Musik beruft sich auf die immanenten Spannungen des Augenblicks. Bewegter Beifall In dieser Weise erreichte es die Zuhörer, faszinierte es vor allem durch eine tiefgreifende Wiedergabe, die das Ohr fesselte und die Aufmerksamkeit regelrecht erzwang. Es schien, als habe das Thibaud-Trio glaubhaft die Aussage Schönbergs transportiert, als habe das Publikum nicht nach Klangschönheit gesucht, sondern die innere Kraft dieser Klangbilder nachvollzogen. Dies bezeugte zumindest der bewegte Beifall. Wolfgang Amadeus Mozarts Divertimento Es-Dur KV 563 ist ein Werk von fast sinfonischem Ausmaß. Dem logisch und spielerisch entfalteten Kopfsatz Allegro folgte das Adagio, das vom Ensemble mit den organisch zusammengefassten und verknüpften periodischen Passagen strömend wiedergegeben wurde. Zwei Menuette, ein burschikoses handfestes ein rondoartiges mit Hornquintenmotiv umrahmen den Andante-Variationssatz über ein volkstümliches Thema, während das Werk fast frühlingshaft im raschen 6/8-Takt unbeschwert ausklingt. Auch hier kann nur von einer meisterhaften, ja exemplarischen Interpretation berichtet werden. Für den anhaltenden und intensiven Beifall bedankte sich das Thibaud-Trio mit dem pizzicato verklingenden Menuett aus der Serenade D-Dur op. 8 von Ludwig van Beethoven. Martin Potyra © Neue Presse Coburg

Stereoplay | 01 May 2004
Beethovens drei Streichtrios von 1798 durchstoßen den Raum der Gesellschaftsmusik. Von hier führte der Weg zu den Streichquartetten op.18. Das gilt für die reife Satzkunst wie für die Individualität der musikalischen Aussage. Hier spricht nicht mehr der das 18. Jahrhundert, sondern bereits der Stürmer und Dränger Beethoven. Das hat das Thibaud String Trio erfasst. Es spielt die Werke zwar differenziert und geschmeidig, aber auch mit energischem Drive, bestimmter Artikulation und scharf profilierter, schlanker Klanglichkeit. Was es nicht hindert, die langsamen Mittelsätze espressiv auszuspielen, ohne dabei den von der Welt des späten Haydn vorgezeichneten Rahmen zu sprengen. Diese "anspringende" Direktheit unterscheidet diese Wiedergaben von der gelackteren, dynamisch glatteren Einspielung des Trios Mutter-Giuranna-Rostropovich (DG, 1989). Zudem ist die klangtechnische Präsenz der Neuproduktion, die dem Zugriff des Berliner Trios entgegen kommt, der älteren Aufnahme überlegen. Es zeigt sich: Ein gut eingespieltes Ensemble vermag sogar eine All-Star-Besetzung zu übertreffen. (Alfred Beaujean) © Stereoplay 2004

Weser Report | 28 Apr 2004
Trio toppte eigenes Glocke-Konzert Bereits im vergangenen Jahr stellte das Jacques Thibaud Trio Berlin in der Glocke seine außergewöhnlichen Fähigkeiten auf dem Gebiet der Kammermusik unter Beweis. Am vergangenen Montag spielte das Trio in veränderter Besetzung im Sendesaal von Radio Bremen Trios von Beethoven, Dvorák, Schubert und Dohnányi, und man kann feststellen, dass dieser Abend das Glocke-Konzert aus zwei Gründen toppen konnte. Erstens machte Aushilfs-Cellist Stefan Heinemeyer einen außerordentlich guten Job: Als aufmerksamer und impulsgebender Dialogpartner brachte er eine neue kommunikative Qualität in das Trio, die man in der Stammbesetzung nach zehnjährigem Zusammenspiel nicht mehr so wahrgenommen hat. Und zweitens kann die akustische Güte des Sendesaals für Kammermusik nicht genug hervorgehoben werden. Jochen Brünner © Weser Report

Crescendo | 01 Mar 2004
Unspektakulärer kann eine Programmzusammenstellung kaum daherkommen: Beethoven, op. 9, Nummer eins bis drei. Das war’s. Die Aufnahme des Berliner Jacques Thibaud Trios hat jedoch einen nicht zu unterschätzenden Spannungsbogen. Nicht nur weil die Streichtrios von zwei heiteren Werken in G- und D-Dur gleichsam als Höhepunkt auf das dramatischere c-moll-Trio zustreben. Nein, das konsequent auswendig spielende Ensemble mit Burkhard Maiß (Violine), Philipp Douvier (Viola) und Uwe Hirth-Schmidt (Cello) hat einen derart berückenden Zugriff, dass man den Werken, die stets als Vorformen der Quartette betrachtet werden, gebannt lauscht. Keine Akzentuierung, keine Steigerung, die nicht ausgereizt würde. Und doch steht alles im Zusammenhang. Fast meint man, im Klang der Drei einen Hauch Patina zu vernehmen, einen Gruß vergangener Zeiten, der aus den herrlich ausgesungenen langsamen Sätzen herüberweht. Eine gelungene CD zum Betriebsjubiläum: Seit bereits zehn Jahren besteht das Ensemble. (Bettina Schröm)

Bonner Rundschau | 09 Oct 2003
Notenfrei oder die Selbstkasteiung des Auswendiglernens
Internationales Beethovenfest: Das junge Berliner Jacques Thibaud Streichtrio war im Poppelsdorfer Schloss zu hören
Bonn. Es klingt wie eine Marketingstrategie. Ein Kammermusikensemble, das auswendig spielt. Wer tut das denn? Nun, drei blutjunge Berliner Streicher, seit sie 1994 entschieden, sich als Streichtrio zu etablieren. Als ob das nicht schon ausgefallen genug wäre, hat das Jacques Thibaud Trio inzwischen einen eben solchen Ruf für aufregende Interpretationen wie für sein notenfreies Auftreten im Konzert. Die Diskussion darüber ist noch nicht verstummt. Auch Dienstag, als der Geiger Burkhard Maiß, der Bratschist Philip Douvier und der Cellist Uwe Hirth-Schmidt beim Beethovenfest im Poppelsdorfer Schloss aufwarteten – für manch einen mit dem Nebennutzen verbunden, dass er zum ersten Mal den feinen Prunksaal in der Südostecke zu Gesicht bekam – war die mnemotechnische Selbstkasteiung noch Thema. Aber natürlich geht es für die drei um anderes, nicht um den circensischen Akt, wenn es denn überhaupt einer wäre. Sie probieren vielmehr ihre ganz spezielle Art der Organisation von drei Stimmen, nämlich nicht über Auge und Notenbild, sondern über das Gehör, angestammtes Medium des Musikers. Jeder zwingt sich zu größter Aufmerksamkeit für den anderen, eine gewisse Breite bei Wechseln nehmen sie in Kauf. Doch wie bei jeder guten Staffel, den Stab verlieren sie nicht. Ihr Gewinn aber scheint jener Mehrwert an Freiheit zu sein, der ihrem Klang eine neue Dimension eröffnet. Wenn sie Beethovens Streichtrios op. 9 Nr. 1 und 3 vorstellen (wegen Mangels an Interpreten haben sie längst nicht die Verbreitung der Quartette) überwältigt einfach ihr Impulsspiel. Und dieses Schwimmen im Fluss. Ihr Spiel besitzt eine große Natürlichkeit. Man entzieht sich dem schwerlich, auch nicht dieser Mixtur aus Leichtigkeit und Zugriff, diesem Spaß daran, wenn sie den alla-polacca-Satz aus op. 8 zugaben nach so grimmigem Beethoven. Schönbergs op. 45 zollte dem Festthema „2. Wiener Schule“ Tribut, zwei Trio-Sätze von Wagner-Régeny der Ostberliner Hochschule. © Bonner Rundschau

Bonner General-Anzeiger | 08 Oct 2003
Geniales Produkt der Angst - Thibaud Trio spielt im Poppelsdorfer Schloss Bonn-Poppelsdorf. Als Zwischenstation auf dem Weg zu den Streichquartetten fallen die Streichtrios op. 9 von Ludwigs van Beethoven gerne unter den Tisch. Dass sie mehr Aufmerksamkeit verdienen, unterstrich der fabelhafte Konzertabend, den das Jacques Thibaud Trio beim Beethovenfest im Stucksaal des Poppelsdorfer Schlosses bot. Den neuen, subjektiven Ton dieser Musik vernimmt man mustergültig im Streichtrio op. 9,3: reiner Beethoven, voller Energie und Dynamik, und das Ganze - natürlich, möchte man fast sagen - in c-moll. Ein schöner lyrischer Gedanke bildet das kontrastierende Seitenthema, doch die zuspitzende Dramatik überwiegt. Mit einer kraftvollen Spielweise passte sich das Thibaud Trio dem Stück an, es wurde scharf gespielt, markant bis grell akzentuiert, Ausdrucksgewalt stand bisweilen vor Tonschönheit, was hier durchaus seine Berechtigung hat. Auch das kühn und weitausgreifende Adagio con espressione, das spritzige Motivspiel des Scherzos und das atemlose Finale stellten die Musiker mit fesselndem Spiel heraus. In der Kompromisslosigkeit des Ausdrucks, im Willen, nur noch Bedeutsames ohne alle Verkleidung mitzuteilen, ist Arnold Schönberg ein Geistesverwandter Beethovens. Sein Streichtrio op. 45 nannte der Kritiker Hans Heinz Stuckenschmidt ein "geniales Produkt der Angst, der Beklemmung". Das Stück wirkt extrem aufgeladen, ein hitziger Glutofen aus rätselhaften Klangfiguren und eruptiven Gesten, aus zarten Flageoletts und verstörenden Tremolo-Ballungen. Einmal grüßt ein zerrissen wirkender Tanzcharakter wie von ferne. Kongenial erfasst wurde diese Atmosphäre durch das markante, aber auch sehr subtile Spiel des Thibaud Trios. Nachhaltigen Eindruck hinterließ auch "Introduction et Communication à mon gardien" für Streichtrio von Rudolf Wagner-Régeny. Zwar zwölftönig konzipiert, bleibt es doch eher freitonal, verwendet Dreiklänge häufig als leuchtende Farbwirkungen. Als Schlusspunkt erklang Beethovens mitreißend gespieltes Streichtrio op. 9,1, leichter zu verdauende Happen waren die Polacca aus der Serenade op. 8 und Ennio Morricones melancholisches Thema aus "Spiel mir das Lied vom Tod". Mathias Nofze © Bonner Generalanzeiger

Berliner Morgenpost | 19 May 2003
Angriffslustige Feuerköpfe Egal, wie schwer, wie lang, wie schnell - sie spielen alles auswendig. Die notenfreie Kommunikation untereinander und mit dem Publikum gehörte für das Jacques Thibaud Trio von Anfang an zum Konzept. Sie fördert das Aufeinander-Hören, die Spontaneität im Konzert. Noch mehr als das: Die drei Musiker machen sich die Werke wirklich zu Eigen, verleiben sie sich regelrecht ein. Die drei jungen Berliner geben alles, ohne spürbare Reserve. In jedem Moment machen sie deutlich, warum sie das Stück, das sie gerade spielen, so aufregend finden. Die drei angriffslustigen Feuerköpfe haben ihr Streichtrio 1994 noch zu Studentenzeiten gegründet. In den USA und Japan feiern sie seit Jahren glänzende Erfolge. In Deutschland machen sie sich rar. Erst im vergangenen September haben sie ihr erstes großes Berliner Konzert gegeben. Beim zweiten Abend im Konzerthaus haben die eigenwilligen Musiker spannende Raritäten aufs Programm gesetzt. Für die Hausmusikabende beim Wiener Hofbibliothekar Gottfried van Swieten hat Mozart Adagios und Fugen von Bach bearbeitet. Das Jacques Thibaud Trio weckt das komplexe Stimmengeflecht zu expressivem Leben. Es wartet mit einer für die kleine Besetzung ungewöhnlichen Klangfülle auf. Die Streicher setzen nicht einfach musikantische Energien frei. Ein Werk wie Heitor Villa-Lobos' Trio stellen sie unter Starkstrom. Sie sind Draufgänger, aber nie kopflos. Ebenso rückhaltlos vertiefen sie sich in den fahlen Weltschmerz und das explosive Presto von Beethovens G-Dur-Trio. Das Trio von Jean Francaix als spritziges, prickelndes Champagnerstückchen klingt danach recht überraschend. Erst nach zwei Zugaben ließ das begeisterte Publikum das Trio ziehen. (Martina Helmig)

Los Angeles Times | 04 Nov 2002
Trio has Françaix's number For its third visit to the Southland, the Berlin-based Jacques Thibaud String Trio brought along two colleagues and played two quintets. But the real joy of the performance in Schoenberg Hall at UCLA on Saturday night was its centerpiece, Jean Françaix's Trio (1933), which the ensemble played exquisitely and from memory (the trio usually plays its repertory from memory). Utterly charming, engaging and lighthearted, the piece, written when the composer was merely 21 years old, reiterates the irrepressibility and urbanity of the era of its composition. It lives up to annotator Nicholas Gordon's description of music that "delights in the play of stylistic manners, taking irony as an artistic virtue in itself rather than a source of expressive conflict." The surrounding program also gave pleasure, if not quite as much delight. With Brazilian pianist Caio Pagano and Japanese bassist Masatoshi Saito, the trio - violinist Burkhard Maiss, violist Philip Douvier and cellist Uwe Hirth-Schmidt - opened the evening with Johann Nepomuk Hummel's jolly Piano Quintet in E-flat. Hummel, a contemporary of Beethoven, wrote glibly, and his music always seems to contain too many notes, to use a famous phrase from the play "Amadeus." This aggressive performance was accomplished but often overstated, particularly by the overachieving pianist. Schubert's "Trout" Quintet, which the trio also played here with other colleagues last year, emerged with more subtlety than did the Hummel. Daniel Cariaga © LA Times

Washington Post | 14 Oct 2002
The Jacques Thibaud Trio, formed in Berlin eight years ago, and American flutist Eugenia Zukerman made a perfect team to launch the 2002-03 concert season Saturday at Georgetown's Dumbarton Church. Their program, favoring lighter classical fare, was equally refreshing for a Washington area shrouded in rain and fear of a monster on the loose. Two Serenades, Beethoven's Op. 8 and Erno Dohnanyi's Op. 10, are by definition descended from a musical genre that is aimed to please. This air of diversion from harsh reality wafted clearly through the Beethoven, boosted no doubt by the fresh-air spontaneity of musicians who play everything from memory. Their robust bowing lent percussive force to the work of a Beethoven delighting in the ephemera of the Viennese countryside. The trio laid bare the shadowed darkness of Dohnanyi's piece, one tinged with the bleak fate of a Hungarian composer exiled to Florida for political allegations later disproved. The Thibaud switched to a frothier mood with Jean Rene Francaix's String Trio, its sardonic absurdity as French as that of the classic film "Mr. Hulot's Holiday." Zukerman, a flutist who has long headed the pack, came in for Mozart's Flute Quartet, K. 285. The glistening sounds of her instrument, her stupefying lung capacity and her finely articulated cascades of classical grace closed a deserved tribute to the concert series' 25th year. Cecelia Porter © The Washington Post

St.Louis Post-Dispatch | 23 Jun 2002
Jacques Thibaud Trio leaves concertgoers with a sweet taste Onstage, three superb young musicians in white tie, burgundy cummerbund and tails played trios by Mozart, Beethoven and Jean Francais, in insightful, well-honed renditions of three very different pieces. Their energy and enthusiasm were contagious, their musicianship impressive. They played by heart in both senses of the word: from memory, and from love. The Jacques Thibaud Trio (despite the name, they're from Berlin) would be worth celebrating no matter where they were heard: Violinist Burkhard Maiss, violist Philip Douvier and cellist Uwe Hirth Schmidt deserved their warm reception from a near-sellout crowd. But the venue for June 14's concert is worth noting: It took place in a wine cellar on the outskirts of Steelville, Mo. Last weekend's two concerts (there was a second, noontime offering on Saturday) by the Thibaudistas constituted the second edition of the Peaceful Bend Chamber Music Festival... Sarah Bryan Miller © St.Louis Post-Dispatch

Deseret News (Salt Lake City) | 23 Jan 2002
Thibaud Trio is in total harmony Sadly, violinist Jacques Thibaud isn't around any more. If he was, however, he would certainly be proud of the trio that bears his name. The Jacques Thibaud Trio, featuring violinist Burkhard Maiss, violist Philip Douvier and cellist Uwe Hirth-Schmidt, gave an excellent concert Tuesday evening in the Libby Gardner Concert Hall at the University of Utah. One thing that makes these young musicians unique is that they play their entire program by memory. If it wasn't amazing enough that they carried off Tuesday's two-hour-plus concert by heart, add to that a last-minute program change; only one of the original pieces was kept. In other words, they had another 1 1/2 hours of memorized music ready - and one may imagine there's much more where that came from. Although the ability to amass such a large quantity of knowledge is impressive in itself, even more impressive is the way it enhanced the overall performance. From the moment they sat down, there was immediately an increased sense of intimacy on the stage, and better still, an increased sound of intimacy. All three players were completely in tune with each other and every phrase - every nuance - of the music. It was as if they each had a personal connection with every note. The deep sensitivity to the music brought out the intensity and beauty in Beethoven's String Trio in c minor Op. 9 No. 3. Although there was some amount of moodiness, the overall flavor of the piece was both graceful and emotional, riding up and down the various hills of expression and emotion. Maiss' violin playing, in particular, has a beautifully melodic, singing tone - both bright and rich, which enhances the melodic passages. Mozart's Divertimento for String Trio, as well, has similar grace and elegance. It was mostly light but never frothy - there was always an underlying meatiness to it, although it never became heavy. Their musicality continued in Schoenberg's String Trio Op. 45. Rather than getting caught up in the intellectual or technical aspects of the 12-tone technique, the three played this piece almost as if each were Beethoven - that is, with the same emotion, the same warmth and the same musicality that they applied to Beethoven. The result brought what could have been a very alien piece up close enough to touch, feel and enjoy on a very human level. Rebecca Cline Howard © Deseret News Publishing Company

Houston Chronicle | 18 Jan 2002
Thibaud String Trio up to the challenge of technical works The joyous commitment of the Jacques Thibaud String Trio made the group's Houston professional debut a great pleasure. From their first urgent, even impetuous notes Thursday at Rice University, the three musicians triumphed because their passion for music was so irresistible. The most sensational example occurred in Schoenberg's String Trio, Op. 45 (1946). A sophisticated example of Schoenberg's serialism, it is no dry exercise. It traverses a huge range of emotions and gives the performers a daunting set of technical challenges. With impeccable technical skill, the Thibaud made the music bristle with intensity, then relax into an elegant lilt. The interpretation was all the more remarkable since the Thibaud played the piece from memory -- as they did all the other works on the Houston Friends of Music event. Though orchestral soloists and pianists routinely perform without printed music, chamber ensembles seldom do. It's impossible to know whether the freedom of the Thibaud's playing Thursday resulted from this choice, but the results suggested that it played a big role. Removing the printed pages removed a barrier between the performers and their music-making. The Thibaud is rare in chamber music for a second reason: It's a successful string trio. Formed in 1994, the Berlin-based group is named after a great early 20th-century violinist. It coached with former University of Houston cellist Laszlo Varga in the 1996 and 1997 Texas Music festivals at UH. Schoenberg's Trio was the modernist facet of a refreshingly varied program. It opened with Beethoven's Trio, op. 9, No. 3. In it the Thibaud laid out the dimensions of their work: the compelling emotion and the exquisite handling of the details of interpretation (from instrumental color to drama of the form). The Thibaud chose two parts from Mozart's curious collection Six Adagios and Fugues, K. 404a. Mozart arranged five fugues by Johann Sebastian Bach plus one by his son Wilhelm Friedemann and added newly composed adagios as introductions. The program included No. 3 (fugue by J.S. Bach) and No. 6 (by his son). Rounding out the evening was Ernst von Dohnányi's charming and conservative Serenade in C Major, op. 10 (1902). The grand sweep of the performance belied the paucity of players. The pleasure of the gentle tunefulness attested to their very fine music-making. Charles Ward © The Houston Chronicle

Dallas Morning News | 15 Jan 2002
Thibaud String Trio turns up the power and imagination You could hardly ask for music-making more full of charm, energy, and individuality than that of the Jacques Thibaud String Trio, which made its Dallas debut on Monday night in Caruth Auditorium. That this was going to be a program free of any hint of triteness was guaranteed in advance – there just aren't that many professional string trios on the international concert circuit. Less predictable were the strong sense of personality and the sharp musical instincts of the three young German musicians. The string trio has one less performer than the classic chamber-music ensemble, the string quartet, and that one-quarter reduction in force should make a significant difference in sound. But the strong projection and enthusiasm of the Thibaud trio – abetted no doubt by the skill of the composers represented on Monday night – made thinness of sound simply not a factor. By the end of the evening you were left wondering why there aren't more string trios. The members of the trio are violinist Burkhard Maiss, violist Philip Douvier, and cellist Uwe Hirth-Schmidt. They performed their program for the Dallas Chamber Music Society entirely from memory – a common practice among concerto soloists but rare among chamber-music groups. They opened with an invigorating performance of Beethoven's Trio in C minor, Opus 9, No. 3. The force of their personality was immediately apparent. This was not playing by the numbers or out of a sense of duty or contractual obligation; it seemed done rather out of a sheer love of music-making. And as strong as it was, it was not all bravura display. The slow movement was unusually expressive – and a lesson in how deep a musician Beethoven already was in his late 20s, when the work was composed. Then came a sharp change of pace and an impressive change of personality by the ensemble. The three played the String Trio of 1933 by Jean René Françaix. Now charm and impish humor came to the fore, and the three Germans made the stylistic switch so convincing that someone hearing and not seeing might have thought it was a different group of musicians. The unpredictable program then switched to two Bachs as arranged by Mozart. The two adagios and fugues originated in music by Wilhelm Friedemann Bach and his father, Johann Sebastian Bach. According to annotator Laurie Shulman, the adagios, once thought to be by Mozart, are now considered to be spurious. They still are attractive music and not so obviously un-Mozartean as to make it an easy call. The Thibaud trio made a good case for them. An atmospheric and often charming performance of the Serenade in C, Opus 10, by Dohnányi concluded this unusual program. Olin Chism © The Dallas Morning News

Springfield Union-News | 25 Jun 2001
Trio launches 32nd season of Mohawk Trail Concerts Northampton. Despite the passing last summer of its revered founder, Arnold Black, Mohawk Trail Concerts is clearly in capable hands, steered by Black's widow and kindred spirit, Ruth Black, an artistic committee, and Executive Director Anna Polesny Bartoli. Adhering to its guiding principle of presenting "music old and new for (and by) people from near and far," Mohawk Trail Concerts opened its 32nd season Friday at Smith College's Hills Chapel. From Berlin, Germany, the Jacques Thibaud String Trio returned to the valley to perform and collaborate with Northampton-based pianist John Van Buskirk in music spanning four centuries. Violinist Burkhard Maiss, violist Philip Douvier and cellist Uwe Hirth-Schmidt make up the Thibaud Trio. They perform from memory, a practice rare among chamber musicians and a conceit usually reserved for piano recitalists, singers and concerto soloists. According to Ruth Black, trio members realized during a rehearsal that they knew the music and decided to dispense with the stands and scores that separated them from each other and their audience. The effect is magical. The electrifying connection between the musicians is unimpeded by page turns and extraneous furniture, and the drama of performance is heightened by the ensemble's collective memory of pure music. Clad in white tie and tails, the youthful trio opened the concert with a pair of fugues by J.S. Bach and his son W.F. Bach, transcribed by Mozart, who composed prefatory adagios for each. The structural clarity in these nuggets of composerial homage proved an apt vehicle for the trio. Given the built-in independence of line guaranteed by Mozart's transcription, the trio's duty (admirably discharged) was to present the pieces with the unity of purpose and single-minded architectural view that the solo keyboardist (for whom the pieces were originally penned) must necessarily bring to them. They followed with a movement for String Trio in B-flat by Schubert, aptly Mozartian in tone and scope with some telltale 19th-century chromatic shifts wiggling in its corners. The String Trio by 20th-century French composer Jean Francaix put a vivacious end to the concert's first half. Music written at the (figurative) knee of Poulenc, its eccentric wit and ineffable charm offered a perfect foil for the rigor of the fugues and beautiful predictability of the Schubert. The trio tossed it off its throaty first movement and hemiola-riddled scherzo with virtuosic glee, languished in the muted melancholy of its lovely andante, and leaned with a vengeance into the continental hoe-down atmosphere of its rondo finale. Brahms' vast, sunny Piano Quartet in A major, Op. 26 consumed the second half of the evening. A riveting recitalist, pianist Van Buskirk is an even more exciting chamber musician, especially in this piano-centric repertoire. His sense of balance and musical community is infallible and he applied it to Brahms' four sweeping movements in winning combination with the solo pianist's meticulous attention to tone and voicing. The Thibaud Trio reveled with youthful exuberance in Brahms' lush textures, launching soaring melodic journeys across a groundswell of buoyant piano. The audience rewarded the hour of intensity with an immediate standing ovation. Clifton J. Noble Jr. © 2001 UNION-NEWS

Nouvelle Gazette | 02 Aug 2000
Brabant Wallon / Waterloo: Festival Musica Mundi Le soleil musicale d'été Il aura notamment permis de mettre en lumière une découverte sublime: celle du trio Jacques Thibaud. L'été pourri que nous connaissons nous aura tout de même apporté du réconfort et ce grâce au festival de musique e chambre proposé par Musica Mundi pendant deux semaines. Après le rayonnement des soeurs Labèque et avant l'arrivée d'un quintette fabuleux, Hagit et Leonid Hassid-Kerbel avaient fort logiquement proposé aux jeunes chambristes du stage une approche du travail en trio. Pour les guider dans cette discipline délicate, Musica Mundi avait fait appel á deux ensembles inconnus chez nous mais d'une quailté incroyable: l'Abegg piano trio et le trio Jacques Thibaud. Rappelons que ce stage s'articule principalement sur cette communication avec les pros. Les stagiaires doivent au préalable travailler des oeuvres qui font partie du programme des ensembles invités. Ainsi, ils peuvent retirer un maximum des séances de répétitions qui précèdent chaque concert. Le trio Jacques Thibaud a réussi á provoquer un engouement irrésistible parmi le stagiaires. C'est la révélation du Musica Mundi 2000. Celles-ci sont attendues avec une impatience consommeée et le contact y est toujours total et fructueux: échange de méthodes de travail pour peaufiner la cohésion, l'homogénéité dans les phrasés et l'équilibre des voix. Ce dernier est le plus délicat car il dépend aussi de l'acoustique des lieux et les musiciens doivent s'y adapter en une seule répétition. Il est autant plus crucial dans le cas d'un trio avec piano car la puissance sonore de ce dernier (Gerrit Zitterbart) a souvent tendence a couvrir le violon (Ulrich Beetz) et le violoncelle (Birgit Erichson). L'Abegg trio, d'origine allemande, lui aussi, a également partagé son expérience avec les musiciens en stage. Ce problème, l'Abegg trio le maÎtrise depuis déjá un quart de siècle! Il nous vient d'Allemagne du nord mais cela n'a pas limité son contact avec les stagiaires de Musica Mundi. Contact encore plus ouvert cependant avec le trio Jacques Thibaud qui suivait quelques jours plus tard. Comme son nom ne l'indique pas (Jacques Thibaud fut un grand violoniste français qui laisse derrière lui un concours aussi connu que le Reine Elisabeth), les musiciens qui compose ce trio á cordes nous viennent de ... Berlin! Burkhard Maiss (violon), Philip Douvier (alto) et Uwe Hirth-Schmidt (violoncelle) travaillent ensemble depuis seulement 6 ans. Le résultat est tout simplement fabuleux: mieux que cela, tu meurs! Ils réussirent á provoquer un engouement irrésistible parmi les stagiaires (participation ave au travail de répétition). Leur concert du soir au Château d'Argenteuil ( á côté de la Chapelle Reine Elisbeth) devait conforter notre impression: le trio Jacques Thibaud est la rélévation du Musica Mundi 2000. Retenez ce nom, vous le rencontrez beintôt á nouveaux dans l'actualité. Berlinois d'origine, le trio Jacques Thibaud se produit essentiellement aux États-Unis, où ils donnent pas moins de 80 concerts par ans. L'avoir fut un coup de maÎtre des organisateurs. Car, si le trio nous vient de Berlin, il passe le plus clair de son temps aux USA, où il tourne allègrement avec près de 80 concerts par an. Inutile de préciser que leur passage á Bruxelles, grâce á la Société Philharmonique, est hautement espéré par nos mélomanes! Bravo aux responsables de Musica Mundi de mettre ainsi la mains sur des éléments de cette qualité, qui abordent Schubert, Beethoven et Ernst von Dohnányi avec la même perfection, le même bonheur. On leur demanderait de jouer une czardas, ils le feraient mieux que les Hongrois! MaÎtrise totale du climat musicale avec, en prime, le must de tout ensemble professionel d'exception: de la personalité et une vie intense dans le dialogue des instruments. Ils jouent sans partition, une libération qui leur permet les plus grandes subtilités sinon de l'humeur, qui éclate un grand jour dans leur deuxième rappel, une adaptation de Pour une Poignée de Dollars , d'Ennio Morricone. Il en faudra maintenant beaucoup pour les faires venir á Bruxelles. Clôture du festival Musica Mundi avec un quatuor russe et concert de stagiaires: une occasion de faire un bilan qui s'avèrera sûrement positif! Michel Cattelain © Nouvelle Gazette

New York Times | 05 Jul 1999
This Time, a Trio Shows What Strings Can Do The string quartet repertory is the most extensive and richest in all of chamber music. So it's not surprising that legions of successful string quartet ensembles have appeared over time to play it.This is not true of string trios (violin, viola and cello). Without the extra violin a string quartet provides, most composers have found it harder to divy up a piece's musical elements in effective ways. The repertory, though distinguished, is smaller. And there have been few permanent, let alone prominent, string trio ensembles. That may be about to change. The three young men who form the Jacques Thibaud String Trio began working together as students as the Berlin School of Art in 1994. (Their name pays homage to the acclaimed French violinist who died in 1953 at age 72 in a plane crash on route to a concert.) On Wednesday evening these superb musicians performed an exciting concert at the Frick Collection. This could be the first string trio in some time to have a major career. The overall excellence of these technically accomplished players does not obscure their individual qualities. The cellist Uwe Hirth-Schmidt plays with hearty tone and supple rhythmic vitality. Burkhard Maiss's violin sound is rich and warm, like full-bodied red wine, and Philip Douvier's viola sound is bright and clear, like a violin's. In fact, it's easy to mistake one player for the other when you are not watching. The program was interesting and difficult: Beethoven's early, imaginative Trio in G Op.9 No.1; Schönberg's String Trio, a 12-tone work from 1946; and Ernst von Dohnányi's 1902 Serenade, a jovial, virtuosic piece touched with earthy elements of Hungarian folk music. The musicians boldly performed these works from memory, which some chamber music practitioners might say is dangerous. In this case it seemed to allow the players maximum freedom and spontaneity. Their account of the Beethoven was nimble and lively; the Dohnányi was strongly characterized. The Schönberg performance was especially impressive, by turns affecting and brilliant. This music presents a paradox to listeners: it is dauntingly complex yet deeply confessional, virtually a portrait of an artist beset by frustration and personal crisis, including a heart attack grippingly evoked in some sputtering passages. These musicians are clearly on a mission to bring attention to the neglected string trio repertory. But they are also having fun. It's the best combination. Success is sure to come to them. Anthony Tommasini © The New York Times Company

The Strad Magazine | 01 Apr 1998
New York Frick Collection The Jacques Thibaud String Trio has established itself as an ensemble in the noble tradition of the fondly remembered Pasquier Trio and the Capet and Calvet quartets: its splendid readings of the fiery Beethoven C minor Trio op. 9 no.3, the unexpectedly wistful and humorous Reger Trio in A minor op. 77b and the sublime Mozart E flat major Divertimento K563 blossomed with a virtuosity tempered by audacity, warmth and humanity - in each instance penetrating to the heart and intellectual essence of the music. I left the room misty-eyed. Music review by Harris Goldsmith (January 25, 1998) © The Strad Magazine

Los Angeles Times | 24 Feb 1998
Thibaud Trio Doesn't Play by the Book Barely four years old, the French-named, Berlin-formed Jacques Thibaud String Trio gave its first Southern California performance Tuesday night in Long Beach, 24 hours after its scheduled but rained-out Music Guild debut in Woodland Hills. In Gerald R. Daniel Recital Hall at Cal State Long Beach, the three members of the ensemble - violinist Burkhard Maiß, violist Philip Douvier, and cellist Uwe Hirth-Schmidt - looked to post a combined age under 75, yet their playing had authority as well as heat; indeed, it proved both compelling and graceful. Page turners need not apply to work with the Thibaud Trio, named after the beloved French violinist. Neither scores nor music stands clutter the stage when they perform: They play from memory. As shown in Long Beach, this is not a gimmick, it's just their style, and it pays off in many ways. The players are able to hear and listen to another; they arfe utterly free of the tyranny of text; it adds spontaneity to their music-making. It makes one wonder if the composers direction are being followed accurately. In the case of these three, one can relax. They are highly individual artists and virtuosos, but in all three works on Tuesday - Beethoven's Trio in C minor op.9, no.3, the Trio in A minor by Reger, and Mozart's exposing Divertimento K563 - their musical and mechanoical choices reflected an exalted expertise. The Beethoven work had abundant authority and urgency. The usually tight-laced Reger produced an uncharacteristically personal Trio - melancholy and bucolic by turns - which might now be subtitled "The Professor Dances". Mozart's kaleidoscopic Divertimento in E-flat wore all its many colors proudly. The delayed concert, which might have been anticlimactic, instead became a triumph. Music review by Daniel Cariaga © LA Times

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